Manaev Ensemble: Cell(o)scapes - Fragments of Time

ist ein von Konstantin Manaev konzipiertes Programm, das das Violoncello als wandelbare Erzählerstimme durch verschiedene musikalische Landschaften führt. Konstantin Manaev gestaltet den Abend als Solist gemeinsam mit einem Ensemble hervorragender junger Musiker:innen – Solist:innen und Mitglieder renommierter Orchester –, mit denen ihn eine intensive kammermusikalische Zusammenarbeit verbindet.

Cell(o)scapes - Fragments of Time

Von Vivaldi bis Piazzola – eine Reise durch Epochen. Ein Mosaik für Cello & Ensemble.

 

Ausgangspunkt ist die barocke Tanzkultur mit ihrer rhythmischen Klarheit und formalen Eleganz. Daraus entwickelt sich eine immer freiere, gesanglichere
Sprache, in der das Instrument zunehmend an Ausdruckskraft gewinnt.


Empfindsame Linien, kantable Melodik und dramatische Kontraste prägen den Weg von
der Musik Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bachs bis zu den italienischen
Konzerten Vivaldis und Marcellos. Virtuosität erscheint dabei nicht als Selbstzweck,
sondern als Verdichtung des Ausdrucks.

 

Im zweiten Teil öffnen Volksmusik, Nachtstücke und tänzerische Impulse neue Klangräume. Spanische und osteuropäische Einflüsse, lyrische Ruhepunkte und rhythmische Energie führen das Programm schließlich in das 20. Jahrhundert. Astor Piazzollas Grand Tango bündelt diese Entwicklungen zu einem pointierten Abschluss.



Programm


Jean-Philippe Rameau (1683–1764)
Les Fêtes d’Hébé
Musette et Tambourin en rondeau (aus Szene VII)


Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Allegro assai
aus dem Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, Wq 170


Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Arioso (Adagio)
aus der Kantate Ich steh mit einem Fuß im Grabe, BWV 156.Bearbeitung für Violoncello und Streichensemble


Antonio Vivaldi (1678–1741)

L’estate (Der Sommer)
aus Le quattro stagioni, op. 8 Nr. 2
Bearbeitung für Violoncello und Streichensemble


Alessandro Marcello (1669–1747)
Adagio
aus dem Konzert d-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo
Bearbeitung für Violoncello und Streichensemble

 

Niccolò Paganini (1782–1840)
Variationen auf einer Saite
nach einem Thema aus Gioachino Rossinis Oper Mosè in Egitto


Pause

 

Luigi Boccherini (1743–1805)
La musica notturna delle strade di Madrid, op. 30 Nr. 6


Manuel de Falla (1876–1946)
Aus der Suite populaire espagnole:
El paño moruno – Nana – Polo
Fassung für Violoncello und Gitarre


Béla Bartók (1881–1945)
Rumänische Volkstänze
Fassung für Violoncello und Streichensemble


Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893)
Nocturne d-Moll, op. 19 Nr. 4


Astor Piazzolla (1921–1992)
Grand Tango
Fassung für Violoncello und Streichensemble