SOUND CREAM FESTIVAL 2026

Festival für experimentelle Pop-Musik

Fr 05. + Sa 06. Juni 2026

About

Das Sound Cream Festival ist ein zweitägiges Festival für experimentelle Pop-Musik im Schaulust in Bremen. Das Ereignis präsentiert besondere Künstler/innen dieser Musikrichtung. Dqs Event wird gefördert vom Musikfonds.

Was ist experimentelle Pop-Musik?

Experimentelle Pop-Musik ist eigentlich ein Gegensatz für sich, denn sie ist populär und experimentell und damit anti-populär zugleich. Genau das ist ihre Herausforderung: beides zu sein. Experimentelle oder Avant-Pop-Musik bricht an bestimmten Stellen mit den Konventionen der  populären, bekannten Musik, indem sie zum Beispiel nicht mit den üblichen Song-Strukturen arbeitet, vor allem aber jedwede Art von Innovation aufnimmt. Das kann die Instrumentierung, allgemein die Form der Klangerzeugung oder Produktionsmethode sein.

 

Experimentell arbeitende  Pop-Artists nutzen neue elektronische Methoden der Sound-Produktion, konzentrieren sich auf Klangverfremdungen, übernehmen Strukturen der klassischen Avantgarde, etwa des Minimalismus, überhaupt klassische Instrumente oder klassischen Gesang, oder gehen zurück zur Folklore und verschmelzen mit ihrer Musik Folklore und Moderne, auch die Folklore nicht-westlicher Kulturen. Erlaubt ist, was gefällt. Meist unterscheidet sich Experimental Pop von "gewöhnlichem Pop" aber schon durch eine höhere künstlerische Qualität. Und natürlich kann das, was heute experimentell ist, morgen Bestandteil des Pop-Kanons sein. Genau das sehen manche als wichtigsten Aspekt experimenteller Pop-Musik an: die Pop-Musik von morgen zu schaffen.

Made in Berlin!

Die Musikerin Theresa Stroetges  macht seit vielen Jahren in verschiedenen Konstellationen wie auch solo experimentelle Pop-Musik und ist bestens vernetzt in die Berliner Szene in dem Genre und darum herum. Als Kuratorin des Sound Cream Festivals steht sie quasi symbolisch für ein Genre, seine Entwicklung und Facetten in der Hauptstadt.

 

Die acht präsentierten Acts stehen für verschiedene Ausrichtungen. Diese reichen vom Rock-Jazz-Elektro-Ansatz von Painting über die rocking-elektro-mäßigen 13 Years Cicada, die überwältigende, polyrhythmische Percussion der Österreicherin Katharina Ernst bis zur anarchisch-existentalistischen Musik von Teresa Riemann, vom undergroundigen Mix aus Industrial,  Electronica und Noise von PΞB bis zur faszinierenden Klangkunst der Australierin Jasmine Guffon, von der dadaistischen bis clubby-mäßigen Soundperformance der Legende der deutschen experimentellen Musik, Guido Möbius, bis zu den Werken von  Stroetges selber, die als Golden Diskó Ship ihre Künstlerauswahl in gewisser Weise selber umsetzt, indem sie eine breite Palette an Richtungen in der eigenen Musik zusammenbringt.